DIZ Nr. 1 / 2001

I n h a l t :

 

DFA - Fernantrieb für DFS 2, DFS 4 und LS-Schalter
Beim Fernantrieb DFA handelt es sich um eine nachrüstbare, viermodulige Fernbetätigung für Leitungsschutzschalter (LS) und Fehlerstromschutzschalter (FI) der DFS-Serie. Es besteht somit die Möglichkeit, LS- und FI-Schalter aus der Ferne ein- bzw. auszuschalten und FI-Schalter zudem auszulösen.
Die Fernauslösung wirkt dabei wie eine Prüftastenbetätigung auf dem FI. Der Nennfehlerstrom IDn des geschalteten FI lässt sich dazu unter einem plombierbaren Deckel auf 0,03 / 0,1 / 0,3 / 0,5 A einstellen.
Die aktuelle Schaltposition der betätigten LS- bzw. FI-Schalter (eingeschaltet, ausgelöst, ausgeschaltet) kann durch werkseitig integrierte Relaisschaltkontakte (jeweils 1 Schließer mit gemeinsamen Bockpol) signalisiert werden.
Mit Hilfe eines Drehschalters auf dem Gehäusedeckel kann der DFA außer Betrieb genommen werden, so dass aus der Ferne kein versehentlicher Schaltvorgang, z. B. bei Wartungsarbeiten in der Verteilung, möglich ist. Wahlweise kann der DFA zudem in einem Automatik-Modus betrieben werden, in dem 15 Sekunden nach einer Auslösung automatisch ein Einschaltversuch vorgenommen wird. Das ist sinnvoll, wenn ein FI durch eine externe Netzstörung ausgelöst wurde und somit kein Anlagenfehler vorliegt.
Optional lässt sich der DFA nachträglich und einfach mit dem Interface DFA-DI für das Dupline-Installationssystem nachrüsten, so dass der DFA problemlos an den Dupline-Bus angeschlossen werden kann. Beim DFA-DI handelt es sich um eine kleine Platine, die - wie aus der PC-Technik bekannt - einfach nach dem Öffnen des Deckels in den DFA eingesteckt wird.
Hierüber lassen sich dann ebenfalls die zuvor genannten Funktionen aus der Ferne (problemlos bis 10 km) aufrufen und die Schaltpositionen anzeigen. Die Anzeige lässt sich beispielsweise durch eine Relaisansteuerung (z. B. des DSM 4) oder durch eine Visualisierung auf einem Text- oder Touchdisplay realisieren, über die sich selbstverständlich auch die Bedienung vornehmen lässt.
Somit ist der DFA prädestiniert, um z. B. in entfernten Betriebsteilen oder unbemannten Anlagen treu seinen Dienst zu leisten.

 

LM 3 - der neue Lastmonitor für große Lasten

Jeder kennt das Problem! Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Kreissäge gestartet und gesägt, dabei aber vergessen, zuvor die Absauganlage zu starten - welch eine Sauerei!
Dieses Problem können Sie ab sofort mit dem einmoduligen LM 3 unterbinden. Dieses neue, unkomplizierte Gerät dient nämlich dazu, eine Last (Slave) in Abhängigkeit einer überwachten Last (Master) mittels integriertem 1poligem Wechsler-Relaiskontakt direkt oder mittels Installationsrelais zu schalten.
Dazu wird die Phase der zu überwachenden Last in der Verteilung durch den externen Messwandler des LM 3 geführt, der einen Aderdurchmesser von 7,8 mm zulässt (max. 16 mm2 bei H07V). Sobald ein Strom größer als 5 A fließt, schaltet das mit 6 A belastbare Relais. Sinkt der Laststrom unter ca. 0,5 A, fällt das Relais wieder in seinen Ruhezustand zurück.
Und das Beste ist: Der LM 3 benötigt keine separate Spannungsversorgung und selbst Nennströme von 100 A über den Messwandler lassen ihn noch kalt!

 

Dupline kann Leben retten!

Besonders zur Weihnachtszeit geschieht es immer wieder: Brände in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden verursachen Sachschäden und - nicht zuletzt - gefährden sie auch Menschen- und Tierleben. Noch bedauerlicher ist aber, dass es gar nicht soweit kommen müsste: mit Dupline können Sie jetzt ganze Gebäude vernetzt auf Feuer und Schwelbrände überwachen lassen. Der Rauchmelder DRD 2 benötigt dazu lediglich den Busanschluss (Batterie nicht erforderlich) und überwacht so Räume mit einer Fläche von bis zu 60 m2. Durch das in diesem Gerät eingesetzte, optische Messkammersystem konnte dabei gänzlich auf radioaktive Materialien verzichtet werden.
Der Einsatz in einem Dupline-System bringt dabei verschiedene Vorteile: neben der Überwachung der Lebenssignale jedes einzelnen Brandmelders kann Dupline im Brandfall eine zentrale Alarmsirene aktivieren und sogar die Feuerwehr per Telefonmodul benachrichtigen.
Die Bussignale des Rauchmelders verhalten sich wie “normale” Eingangssignale. Dadurch lassen sich mit der Konfigurationssoftware ProLine spezielle Verhaltensmuster für den Brandfall konfigurieren. Denkbar wäre es, Rollläden automatisch hochzufahren und die Beleuchtung einzuschalten.
Natürlich können so auch beliebige, weitere Verknüpfungen erstellt werden.
Eine rundum sichere Sache also!
Der Rauchmelder DRD 2 wird in Kürze unter der Artikelnummer 09501150 bei uns erhältlich sein.

 

Das sind ja drei Wünsche auf einmal ... !!!
Vorbei die Zeit, wo der Schalter neben der Tür montiert wurde und Sie “nur” das Licht ein- und ausschalten konnten. Zumal das einmal eingeschaltete Licht zumeist nicht wieder ausgeschaltet wurde.
Wer Licht und Heizung nur dann eingeschaltet haben möchte, wenn sich jemand im Raum befindet, schaltet von der Decke und zwar automatisch und vor allem auch wieder aus.
Der Bewegungsmelder SIB 360 für das SI-System hat, wie der Name schon sagt, einen Erfassungsradius von 360°. Dabei beträgt der zu detektierende Durchmesser bei 2,5 m Montagehöhe mindestens 7,5 m. Die maximale Montagehöhe beträgt 5 m, woraus sich ein maximaler Erfassungsbereich von 15 m ergibt. Durch seine hohe Anzahl an Sektoren besitzt der SIB 360 eine sehr hohe Empfindlichkeit. Ein Einsatz als Präsenzmelder ist somit überhaupt kein Problem.
Mit 9 einstellbaren Verzögerungszeiten und dem internen Dämmerungsschalter lassen sich alle erdenklichen Konstellationen zur Anwesenheitssteuerung verwirklichen. Als Einstell-Erleichterung ist ein Gehtest integriert. Außerdem können mehrere SIB 360 über einen speziellen Ausgang miteinander synchronisiert werden.
Der Clou: Der SIB 360 kann auch als Alarmsensor eingesetzt werden. Über einen Tristate-Eingang kann der Melder gesperrt, als Präsenz- bzw. Bewegungsmelder genutzt und/oder in den Alarmmodus geschaltet werden. Bei letzterem müssen, wie in der Alarmtechnik üblich, mehrere Bewegungen innerhalb eines gewissen Zeitraums erkannt werden, bevor der Melder einen Alarmimpuls an die angeschlossene Elektronik gibt. Das erhöht die Sicherheit gegen Fehlalarme und ihr Inventar ist trotzdem sicher.
Der SIB 360 wird mit einem Aufputzsockel ausgeliefert, kann aber auch in Schalter- und Hohlraumdosen montiert werden.
Im Frühjahr 2001 wird es ihn auch in einer Ausführung für das Dupline-Bussystem geben.
Und wer es gerne vandalensicher hätte, sollte sich einmal unseren Radarbewegungsmelder SIRB ansehen. Der kann sich sogar verstecken!

 

Neu im Programm: Überspannungsschutz
Transiente Überspannungen entstehen aufgrund von Blitzentladungen, Schalthandlungen in elektrischen Stromkreisen und elektrostatischen Entladungen. Der Energie, die eine Blitzentladung mit sich bringt, ist selbst die robust gebaute Niederspannungseinspeisung eines Gebäudes oder einer Industrieanlage ohne Schutzmaßnahmen durch Blitz- und Überspannungsableiter nicht gewachsen. Um zu verhindern, dass Überspannungen elektrische Anlagen zerstören, müssen alle gefährdeten Schnittstellen mit Überspannungsschutzgeräten beschaltet werden.

Der RBA ist ein gekapselter und getriggerter Blitzstromableiter für die zentrale Stromversorgung. Mit 3 kA Ausschaltvermögen ist der RBA der ideale Ableiter für den überwiegenden Teil aller Gebäudeeinspeisungen. Er ist für eine Ableiterbemessungsspannung von 260 V ausgelegt.

RÜA 3 und 4 sind vierkanalige Überspannungsableiter-Kombinationen für Stromversorgungssysteme. Die Ausführung RÜA 1 und 2 besitzt einen Wechslerkontakt als Signalgeber.
Der Geräteschutz RGS, bestehend aus Basiselement und Stecker, ermöglicht den Überspannungsschutz für eine Vielzahl von Anwendungsfällen in ein- oder mehrphasigen Stromversorgungsnetzen. Ausführliches in der nächsten DIZ!

Überspannungsableiter RÜA


Geräteschutz RGS

 

Elektromeisterinnen der Erfa-Gruppe im Hause Doepke

Nicht immer hat man die Gelegenheit sich mit Elektromeisterinnen des Fachs zu unterhalten.
Nach wie vor ist die Anzahl der Elektromeisterinnen gegenüber dem männlichen Geschlecht weit in der Minderzahl.Umso erfreulicher war es für uns, die Frauen des Fachs in unserem Werk begrüßen zu dürfen.
Aus dem gesamten Bundesgebiet waren die Damen angereist, um sich über uns und unsere Produkte zu informieren. Die Damen wurden zuerst in die Zeremonie des Teetrinkens als auch in allgemeine ostfriesische Traditionen eingewiesen.
Nach einer Werksbesichtigung wurden die Besonderheiten der einzelnen Produkte und das neue Bussystem Dupline erörtert.
Nicht nur die Produkte, auch der persönliche Kontakt und die Landschaft standen im Vordergrund. So wurden zum Beispiel der Norddeicher Hafen sowie die Insel Norderney besucht.
Die Veranstaltung endete mit einem rustikalen Räuberessen. Rundum eine gelungene Sache, die wohl allen in positiver Erinnerung bleiben wird.

 

SI-Technik in der Auferstehungskirche in Oststeinbek  

Die Auferstehungskirche in Oststeinbek wurde mit 6 Ferndimmerlastteilen LT 1500 sowie mit 6 Steuereinheiten RUD 2 ausgestattet.
Der Pastor ist nun in der Lage ohne Küster die Beleuchtung über einen Ferndimmer zu schalten.
Mit Hilfe der Firma h+b und der Beratung der Firma Möller, beide aus Hamburg, ist die Anlage gut angekommen. Die Resonanz war sehr positiv weil das System einfach und überzeugend ist.

Dieses Objekt wurde installiert von:
Elektromeister Walter Schestag,
Schulstraße 44, 
22113 Oststeinbek

 


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