Blitz, Donner und Leuchtstoffröhren

    Kurzzeitverzögerte und gewitterfeste Fehlerstromschutzschalter


Was haben ein Blitz und mehrere Leuchtstofflampen gemeinsam? Richtig: Sie generieren in der Elektroinstallation mehr oder weniger hohe Differenzströme, sobald das Licht angeht. Bei Gewittern oder größeren Mengen von Leuchtstoff-lampen kann dies zum Problem werden:

Der FI- Schalter löst aus, auch wenn die Elektroinstallation eigentlich fehlerfrei ist. Die Gründe liegen auf der Hand: Beim Gewitter werden im Leitungsnetz Ströme induziert, also von außen über die Betriebserde eingetragen. Beim Starten von Leuchtstofflampen hingegen erzeugen die elektronischen Vorschalt-geräte einen Blindstrom auf dem Schutzleiter. Das Ergebnis ist in beiden Fällen gleich: Für den Fehlerstrom-schutzschalter besteht kurzzeitig eine Differenz zwischen ein- und ausgehendem Strom.

 


Solche kurzzeitigen Spitzen werden mit der Schalterausführung KV (kurzzeit-verzögert) beziehungsweise von Schaltern mit der Kennzeichnung „gewitterfest“ abgefangen. Beide Bezeichnungen bedeuten: Die Schalter sind etwas toleranter und erlauben ein streng begrenztes kurzzeitiges Auftreten von (vermeintlichen) Fehlerströmen. Bei tatsächlichen Fehlerströmen lösen sie selbstverständlich aus.

Alle Fehlerstromschutzschalter Typ B von Doepke sind kurzzeitverzögert bzw. gewitterfest, es wird daher bei diesen Schaltern nicht immer explizit darauf hingewiesen. Die Typen A sind in dieser Ausführung zusätzlich mit dem Kürzel KV gekennzeichnet.


 

gewitterfeste Differenzstromschutzschalter DFS … KV

Fehlerstromschutzschalter Typ B von Doepke sind generell kurzzeitverzögert/gewitterfest
Typen A tragen zusätzlich das Kürzel KV
„Gewitterfest“ bedeutet laut ÖVE-Norm, dass bei einem sinusförmigen Strom bis 500 A und einer
   maximalen Dauer von 10 ms keine Auslösung erfolgt.

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